Freitag, 20. März 2009

Ich und die Natur

Diese Woche während einer Pause von der Bachelorarbeit liess ich mich ganz bewusst auf dieses Experiment ein. Ich machte einen Spaziergang auf einem sonnigen Spazierweg, der mich in den Wald führte. Anfangs hatte ich grosse Mühe gedankenlos umherzugehen, da mich im Moment vieles sehr beschäftig, wie zum Beispiel die Bachelorarbeit. Einige Minuten konnte ich mich jedoch entspannen und hörte viele Vogelstimmen.
Ich gehe oft bewusst durchs Leben und nehme die Natur anders wahr als vor Jahren, deswegen war dies für mich keine neue Erfahrung.
Natürlich sehe ich mich auch als Teil dieser Natur und vor allem auch als Gast dieser Erde. Ich als Gast dieser Erde möchte selbstverständlich auch noch lange hier wohnen bleiben oder meinen Kindern und deren Kindern ein schönes Leben hier ermöglichen. Damit dies möglich ist, muss ich der Natur und der allgemeinen Umwelt Sorge tragen und dies mache ich wiederum indem ich nachhaltig leben versuche. Unnötige Verschmutzung dieser schönen Erde möchte ich vermeiden und probiere mich immer wieder daran zu erinnern indem ich auf den schönen Bodensee blicke und die Tiere in der Natur beobachte. Wir leben in einer bezaubernden Welt mit einer Vielfalt von Lebewesen und Pflanzen. Dieser möchte ich Sorge tragen! Nicht nur mich alleine möchte ich steuern probieren sondern auch Familienangehörige und vor allem später auch meine Schülerinnen und Schüler.

Ein herrlicher Frühlingstag

An einem der ersten herrlichen Frühlingstage, unternahm ich einen Spaziergang rund um den Werdenbergersee. Die Sonne zauberte ein Glitzern aufs Wasser und strahlte eine wohlige Wärme aus. Ich war nicht die einzige die es an diesem Tag in die Natur zog. Wie es scheint sehnen sich die Menschen nach der kalten Winterzeit nach der Wärme der Sonne. Familien mit Kinderwagen, ältere Pärchen und frisch Verliebte tummelten sich um den See, fütterten die Enten oder sassen auf den Bänken und unterhielten sich.

Auch mir wurde wieder einmal bewusst, wie faszinierend die Natur doch sein kann und wie vielfältig sie ist. Geht man nach draussen werden alle unsere Sinne aktiv. Man sieht die Blumen die wachsen, spürt die wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut, kann den Frühling riechen, und hört die Vögel zwitschern. In welcher anderen Umgebung als der Natur werden alle Sinne gleichzeitig so stärkt beansprucht.

Der Mensch ist Teil der Natur und die Natur ist Teil des Menschen. Der grosse Unterschied liegt jedoch darin, dass der Mensch ohne Natur nicht existieren könnte, jedoch könnte die Natur ohne den Menschen existieren. Ich denke für das, dass wir so abhängig sind von ihr achten wir sie viel zu wenig.

Mittwoch, 18. März 2009

Die Faszination der Natur und meine Beziehung dazu

Was löst dieses bewusste Wahrnehmen von Natur in mir aus?
Jedes Mal wenn ich die Natur geniesse und die Zeit draussen verbringe, egal ob es regnet oder die Sonne scheint, kommen mir immer sehr viele Kindheitserinnerungen hoch. Ich erinnere mich an Dinge, die wir in der Familie oftmals gemeinsam in der Natur auf Wanderungen oder auf Spaziergängen etc. erlebt haben.
Doch nebst all dem schwirren in solchen Momenten auch ganz viele Fragen in meinem Kopf umher, Fragen, die sehr komplex, teils auch beängstigend sind und die ich kaum beantworten kann. Wie sieht es mit unserer Natur in 20 Jahren aus, gibt es den Frühling noch? Wachsen immer noch dieselben Blumen und erwachen immer noch dieselben Tiere aus ihrem Winterschlaf? … Fragen, die mich zögern lassen…

Was bedeutet es mir, dass ich Teil dieser grossen Natur bin?
Teil dieser grossen Natur zu sein, bedeutet mir sehr viel. Als ich diese Stunde im Freien verbrachte, fühlte ich mich wohl und geborgen, ich konnte den Kopf auslüften und für eine Stunde den ganzen Alltagsstress vergessen. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass auch ich als kleiner „Wurm“ grosses dazu beitragen kann, die Natur in ihrer Schönheit erhalten zu lassen. Für mich ist es wichtig nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben.

Fühle ich mich überhaupt mit ihr verbunden?
Während dieser Stunde draussen in der Natur fühlte ich mich von Zeit zu Zeit immer mehr dazugehörig. Ich wusste, dass es mit Lärm und Respektlosigkeit keinen Sinn hätte sich in der Natur aufzuhalten, deshalb passte ich mich an, wurde ganz leise und lauschte vorsichtig den verschiedenen Geräuschen. Die Geräusche erschienen mir einzigartig schön und ein warmes Gefühl kam in mir auf.

Hat mein Handeln für eine nachhaltige Zukunft auch mit diesem Naturbezug zu tun?
Mein Handeln für eine nachhaltige Zukunft hat allerdings mit diesem Naturbezug zu tun. Während dieser Stunde wurde mir wieder einmal mehr bewusst, wie schön wir es haben, wie sauber und gepflegt alles ist und was wir als Menschen dazu beitragen können um nachhaltig zu sein. Ich bin mir bewusst, dass wenn ich diese Schönheit der Natur auch in 20 Jahren noch so erleben will, dass ich und ganz viele andere Menschen jetzt und nicht erst in 20 Jahren handeln müssen.

die kleine Welt des Biotops

Ich habe mich heute eine halbe Stunde lang in unseren Garten auf eine Steinbank vor dem Biotop gesetzt. Unser Garten ist riesengross und sehr natürlich angelegt. Darin befinden sich drei Biotope. Ich sass nun vor dem Grössten und betrachtete es. Ich hörte die Vögel zwitschern und beobachtete die Insekten, die in und um das Gewässer schwirrten. Mit grosser Freude entdeckte ich sogar den ersten Frosch, der den Weg zu uns gefunden hatte. Auch die Molche paddelten aktiv durch das Wasser.
Ich liebe die Natur und bewege mich sehr gerne darin. In dieser Situation fühlte ich mich aber eher als Beobachterin, als ein Teil davon. In anderen Situationen aber, bin ich ein vollkommener Teil der Natur, zum Beispiel wenn ich meinen Lieblingssprot Wildwasserkajak betreibe. Dort kämpfe ich gegen die Naturgewalt Wasser und spiele mit den Kräften. Geniesse das Nass und die Schluchten, Pflanzen und Tiere.
Nun aber zurück in meinen Garten... Während der halben Stunde auf der Steinbank habe ich mir überlegt, dass unser Garten einen kleinen aber wichtigen Teil zur Nachhaltigkeit beiträgt. Wir benützen nie Dünger, haben viele Obstbäume gepflanzt und 10 verschiedene Beerensorten. Es ist eine Trockenwiese zu finden. Neben den Biotopen befindet sich ein Moderhaufen aus Schilf, Hölzern und Blättern, der etlichen Kriechtieren, Insekten und auch Igeln Schutz bieten. Wir haben sogar ein Bienenhotel für Wildbienen, das rege genutzt wird.
Es erfüllte mich mit Stolz und Zufriedenheit, dass ich hier in einem Stück natürlichem Lebensraum sitze, der von meinen Eltern erstellt wurde.

Dienstag, 17. März 2009

Sonne tanken...

Letzten Samstag setzte ich mich am Nachmittag auf unsere Terasse an die Sonne. Es war wunderschönes Wetter und hatte ungefähr 16 Grad. Ich habe schon lange auf den Frühling und die ersten wärmeren Tage gefreut. Umso mehr genoss ich diese Stunde. Trotzdem gelang es mir nicht wirklich, mich nur auf die Natur zu konzentrieren. Denn ständig gingen mir Dinge durch den Kopf wie Bachelorarbeit, Bewerbungen, usw. Es gelang mir nicht völlig abzuschalten.
Unser Haus steht etwas abseits auf einer Wiese, mit einem kleinen Wald in der Nähe. Wenn ich mich also auf die Terasse setze, befinde ich mich bereits mittendrin. Gleich sind mir die vielen Vögel aufgefallen, die fröhlich zwitscherten. Ausserdem habe ich zum ersten Mal ein paar Tulpen wahrgenommen, die ich bis dahin noch nicht entdeckt hatte.


Ich denke, dass die Natur eine optimale Möglichkeit bietet, um von unserem Alltagsstress abzuschalten. Doch leider fehlt uns oft die Zeit für solche Momente. Oder besser gesagt, man nimmt sie sich nicht.

Ich schätze die Natur sehr und trotzdem verhalte ich mich nicht immer besonders nachhaltig. Ich denke dies ist vor allem deshalb so, weil wir die direkten Konsequenzen unseres Handelns nicht vor unserer Nase haben.

Katharina Keller, LG06D/e

Freitag, 13. März 2009

Achtsamkeit

Während dieser Woche habe ich mein Augenmerk darauf gelegt, meine Umwelt achtsam wahrzunehmen oder in bestimmten Bereichen auch achtsam zu werden. Ich denke, dass wir alle durch dieses MuU-Modul bereits achtsamer geworden sind. Durch die Anregungen die wir in den letzten Wochen erhalten haben, gehen mir in meinem Alltag oft Gedanken durch den Kopf, die ich mir zuvor nicht gemacht habe. Dazu gehört z.B. das Verwenden des Autos. In dieser Woche habe ich bewusst darauf geachtet, wann und für welche Zwecke ich das Auto brauche. Dies ist zwar nicht allzu oft der Fall und trotzdem ist mir aufgefallen, dass ich im Vergleich zu früher um einiges bequemer geworden bin. Denn oft steige ich für kurze Strecken ins Auto, die ich früher ohne darüber nachzudenken zu Fuss zurückgelegt habe. Doch mit dem Auto ist es einfach viel schneller und bequemer.

Ein weiterer Punkt ist das Essen. Ich habe bewusst wahrgenommen, was ich gegessen habe. Als ich mir eine Banane aus dem Keller holte, habe ich darauf ein Fair-Trade Zeichen entdeckt. Zudem habe ich unseren Kühlschrank durchstöbert und viele Bio-Produkte entdeckt. Es hat sich herausgestellt, dass meine Mutter darauf achtet, Bio-Produkte einzukaufen.


Zuletzt möchte ich noch auf den Donnerstagmorgen eingehen. Denn im Gestalten sind wir in den Wald gegangen. Sehr passend zum Blog dieser Woche haben wir viele verschiedene Wahrnehmungsübungen gemacht. Für mich war es noch spannend, da ich vor allem als Kind viel im Wald war, ihn aber noch nie so bewusst wahrgenommen habe. Ausgehend von Geräuschen, über Gerüche und kleinste Gegenstände, habe ich viele neue Dinge entdeckt.


Diese Woche hat mir erneut verdeutlicht, wie vernetzt das Thema Nachhaltigkeit ist.


Katharina Keller, LG06D/e

Achtsamkeit in meiner Woche

Wie man aufgefordert worden ist, habe ich einen Post-it Zettel mit den Wörtern „achtsam leben“ und „achtsam wahrnehmen“ beschriftet und ihn ins Badezimmer ans den Spiegel geklebt. So begegnete ich ihm immer wieder. Leider muss ich gestehen, dass der Zettel anfangs Woche wirksamer war als am Ende, da ich ihn nicht mehr ganz so bewusst wahrgenommen habe als zuvor.
Ich achtete vor allem auch in der Wohnung darauf, dass ich achtsam lebe. Oftmals habe ich meinen Computer mehrere Stunden auf Standby laufen gelassen, dies probierte ich mir in dieser Woche ein für alle Mal abzugewöhnen. Mir wurde es ein grosses Anliegen auch Familienangehörige auf unsinnigen Verbrauch von Strom und Wasser aufmerksam zu machen. Ich führte interessante Diskussionen und habe, denke ich einmal, auch einiges bei anderen Menschen bewirken können.
Mir ist aufgefallen, dass wenn es gerade nicht sehr schön Wetter ist, dass ich viel eher zum Auto anstatt zum Velo greifen möchte. Diese Woche griff ich bewusst immer zum Velo oder ging zu Fuss, im Nachhinein muss ich sagen, dass es nicht nur für die Umwelt sondern auch für mich selbst eine Wohltat war. Es tut gut an der frischen Luft zu sein, auch wenn es mal windet oder schneit.
Diese Woche achtete ich mal speziell auf die Herkunft der Produkte, die wir zu Hause haben. Ich diskutierte mit meiner Mutter über die Gründe weshalb wir diese Produkte kaufen und nicht andere. Erfreulicher Weise kommen die meisten unserer Produkte aus der Region oder mindestens aus der Schweiz.
Bei meinem T-Shirt Einkauf dieser Woche habe ich so ziemlich das erste Mal probiert nicht zu stark auf den Preis zu achten. Aber ich muss gestehen, wenn ich das immer machen würde, wäre ich schnell bleite.
Nicole Lg06De

Friedliche Natur versus stressvoller Alltag

Als ich am Donnerstagmorgen aus dem Fenster blickte, sah ich, wie zwei Elstern mit einer Krähe stritten. Sie flatterten von einem Baum zum nächsten und lieferten sich wilde Verfolgungjagten. Schlussendlich gelang es den Elstern, die viel grössere Krähe in die Flucht zu schlagen.
Ich schmuntzelte und machte mich auf den Weg in die Schule. Um dorthinzugelangen, muss ich zu Fuss zur Bushaltestelle gehen. Ich stand nun an dieser Bushaltestelle und wartete und wartete. Ich schaute immer nervöser auf die Uhr, denn ich hatte keine Lust, meinen Zug zu verpassen. Als dann endlich der Bus ankam zwängten sich alle Schüler in den viel zu kleinen Bus.
Ich ärgerte mich darüber, dass die Schüler viel zu laut waren, dass ich im Bus hin und her geschaukelt wurde und mich gut festhalten musste. Der Buschauffeur machte überhaupt keine Anstalten, die verlorene Zeit wieder aufzuholen und fuhr aus mir unverständlichen Gründen noch einen Umweg, sodass ich den Zug wirklich um ein Haar verpasste.
Im Zug angelangt überlegte ich mir, weshalb wir in der heutigen Zeit immer so gestresst sind. Weshalb habe ich mich geärgert über die Verspätung? Weshalb wurde ich immer nervöser,als ich auf die Uhr schaute?
Ich dachte wieder an die Szene am Morgen und wie schön der Aublick aus meinem Zimmer doch ist. Ich kann auf die verschneiten Berge und den hohen Kasten blicken. Ich sehe auf unseren riesigen Garten und im Sommer kann ich sogar mein Pflegepferd beobachten, wie es genüsslich Gras frisst. Ich überlegte mir, wie das Leben doch wäre ohne Stress und Verpflichtungen. Besser? schöner? spannender? friedlicher? Hmm... die Elstern und die Krähe haben mir aber heute Morgen auch bewiesen, dass es selbst in der Natur Stress und Konflikte gibt.

Fast verpasst!

Achtsam sein, in einer Welt die geprägt ist von Hecktick und dem stetigen ticken der Uhr, die uns zeigt, wie schnell die Zeit vergeht. - Ganz schön wer, find ich - Die Welt wurde erschaffen mit solch wundervollen Dingen, die überhaupt nicht mehr wahrgenommen werden. Eigentlich eine Schande, dass man ihnen nicht mehr Aufmerksamkeit schenkt.

Ich rase von einem Termin zum nächsten, dort das zu erledigen, hier dies zu besorgen. Über Mittag kurz nach Hause und dann weiter im Terminplan. Ich hätte beinahe übersehen, dass in unserem Garten die ersten Schneeglöckchen gewachsen sind. Zartweiss stehen sie da in noch nicht einmal richtig grünem Gras. Hart gesagt, in meinem Durcheinander hätte ich fast das erwachen des Frühlings verpasst. Genau so ist es am Morgen, wenn man nun das Fenster öffnet an einem schönen Tag, kann man hören wie die Vögel den Frühling anstimmen. Eigentlich eine tolle Zeit, weil die Natur beginnt aufzuleben. Doch wer gönnt sich einen Augenblick am Fenster um den Vögeln zu lauschen.

Geht man Achtsam durchs Leben eröffnet das den Blick für die kleinen Dinge. Und meist sind es doch die kleinen Dinge die das Leben Lebenswert machen. Ist die heutige Gesellschaft nicht ohnehin so, dass das Gute übersehen wird, aber wehe ist es nicht da, dann wird gemotzt?
Ich bin davon überzeugt, dass man Achtsam zu sein lernen kann. Deshalb halte ich es für wichtig, unseren zukünftigen Schülerinnen und Schülern ein Vorbild zu sein und ihnen zu zeigen, wie man die kleinen Besonderheiten des Lebens entdecken kann.

Donnerstag, 12. März 2009

Die lieben Leute im Zug...

Achtsam wahrnehmen, achtsam werden

Achtsam werden, achtsam leben manchmal ganz schön schwierig, sich das mehrmals im Tage bewusst zu sein. Um uns herum geschehen unendlich viele Dinge, einige nehmen wir auf und anderen schwirren an uns ahnungslos vorbei. Unser Gehirn ist ständig am Arbeiten, oft nehmen wir dies nicht wahr und es geschieht unbewusst.
Der Begriff der Achtsamkeit wird heute nicht nur mit Religiosität in Verbindung gebracht sondern auch mit Gesundheit, Lebensqualität und ganzheitlicher Entwicklung. Man wird sich für einen Augenblick bewusst und lernt das Leben in seiner Fülle zu schätzen ohne dabei zu urteilen. Einen Moment lang nichts tun und achtsam auf das musizieren der Vögel am Morgen hören, oder der Hektik der Menschen zu folgen?
In dieser Woche habe ich mir einen Post-it Zettel an die Haustüre geklebt. Jedes Mal wenn ich zur Schule gegangen bin oder von der Schule nach Hause gekommen bin, habe ich die Notiz wieder entdeckt. Ich habe diese Woche mal genauer auf die Menschen in meiner Umgebung und auf mein selber Verhalten geachtet. Damit meine ich vor allem die Achtsamkeit auf die Menschen, welche auch am Morgen im Zug sassen und die Zeit, die ich zu Hause alleine verbrachte. Es ist nicht das erste mal, dass ich Menschen um mich herum beobachte, doch diese Woche habe ich mich noch etwas stärker damit vertieft. Gerade am Morgen im Zug braucht es nicht viel um die Menschen in ihrem Tun zu begutachten. Viele von ihnen waren gestresst und liessen sich von einem Gegenstand, wie z.B. dem Handy, dem Buch oder dem MP3 Player unterhalten. Teils Menschen waren aber auch noch am schlafen und andere schon fleissig im Gespräch. Wie wir doch so unterschiedlich sind, spannend die ganze Sache.
Selber habe ich auch gemerkt, dass man sich kaum Zeit für sich nimmt, wenn man in einen Stress verwickelt ist. Dort noch was lesen, da einen Termin einhalten und und und…Diese Woche habe ich mir dann auch einige Male einen Stopp gesetzt und genoss dann die Zeit um abzuschalten und Dingen nachzugehen, die für mich als Erholung galten.
Sich der Achtsamkeit immer wieder bewusst zu werden, ist keine Gabe, sondern eine Kunst, die erlernt werden kann.

Sonntag, 8. März 2009

Bananen - Egoismus unserer Konsumwelt?

Ich habe mich vertieft mit dem Thema Bananenplantagen und Transport auseinandergesetzt.
Früchte gehören für mich zur alltäglichen Nahrungszufuhr. Dazu gehören auch Bananen, die ich besonders gerne esse. Mir ist aber auch sehr bewusst, dass deren Transport umweltschädlich und dessen Anbau menschenunwürdig ist. Ich habe mich auf einer Internetseite kundig gemacht und habe festgestellt, dass ich noch einiges nicht wusste...

Bananen stammen aus den Tropen. Typische "Bananenländer" sind zum Beispiel
Ecuador, Panama oder Costa Richa. Die Bananen werden grün gerntet und gelangen auf Schiffen nach Europa. Die Überfahrt dauert ca. 2 Wochen. Anschliessend werden die Bananen auf Lastwagen verladen und in die die Schweiz transportiert.

Hier sehe ich ganz klar den ökologischen Aspekt, der mir sorgen macht. Einerseits die langen Transportwege, andererseits die Transportmittel wie z.B. die Lanstwagen.

Aber ich habe ebenfalls menschliche und ökologische Probleme in den Plantagenregionen entdeckt, die ich besonders schlimm finde:
- Kleine Bauern wurden vertrieben
- Riesige Regenwälder wurden für die Plantagen gerodet
- Bananenkonzerne verdienen ein Vermögen
-Plantagenarbeiter sind knochenarm
-Kinderarbeit wird ebenfalls betrieben
- Riesige Giftmengen werden über die Plantagen und die Arbeiter mit Flugzeuen überschüttet

alle diese Punkte stimmen mich sehr nachdenklich und traurig. Ich bin aber auch sehr wütend darüber wie unsere moderne Gesellschaft (mich eingeschlossen) diese Umstände einfach so hinnimmt und egositisch weiterhin Bananen einkaufen.

Ich werde von jetzt an weiterhin einige Bananen essen. Bin jetzt aber noch stärker darauf bedacht, dass ich weiterhin nur Max Havelar Bananen kaufen werde.

Samstag, 7. März 2009

vernetztes Denken -Schokolade

Vom Kakaobaum bis in den Mund

Zuerst möchte ich mich für den verspäteten Beitrag entschuldigen! Jetzt wünsche ich gute nachdenkliche Minuten beim Lesen!

Wie schafft es die Schokolade überhaupt bis in die Migrosregale und in unseren Mund? Wer arbeitet überhaupt für den glücklichen Moment, in dem ich die Schokolade essen kann? In dieser Woche habe ich oft über dieses Thema nachgedacht und meine Ohren offen gelassen.

Der Anfang der Schokolade steckt in der Kakaobohne. Damit Kakaobäume überhaupt uns die wertvollen Kakaobohnen „geben“ können, müssen zuerst die Bäume gepflanzt werden. Dies bedeutet also schon ganz zu Beginn Arbeit für andere. Wahrscheinlich ziemlich mühsam werden die Bäume gepflanzt, sobald die Früchte die Reife erreicht haben werden sie geerntet. In der Fermentationsphase werden die vielen Kakaobohnen in grosse Blätter gelegt, wie zum Beispiel auch Bananenblätter. Auch dieser Arbeitsvorgang ist nicht zu unterschätzen, wir sind uns nicht bewusst, wie viel Krampf dahinter steckt, gehen in die Migros und möchten meistens so wieso möglichst billig einkaufen… In den Blättern müssen sie verharren für rund einen Woche. Während der Fermentation entstehen hohe Temperaturen von rund 45 Grad, durch diese laufen der Gärprozess und alle chemischen und biologischen Prozesse ab. Der Wassergehalt der Bohnen nach dem Gärprozess beträgt ca. 60%. Dies erzeugt einen weiteren Arbeitsprozess, denn die Bohnen müssen für den Transport, die Lagerung und Weiterverarbeitung getrocknet werden, dies geschieht noch in den Anbauländern. Jede weitere Arbeit an „meiner“ „Schokolade“ wird in Europa verrichtet. Stunden für Stunden ist die „Schokolade“ oder besser gesagt sind die Kakaobohnen am reisen. Über See werden sie meist in abgefüllte 80 Kilo Säcken transportiert.

Jetzt erst beginnt die uns bekanntere Art der Verarbeitung der Kakaobohnen. In Europa werden sie in Verarbeitungsfabriken gebracht und dort geröstet. Die gerösteten Bohnen werden nun in den Fabriken mit einer grossen Walze in kleine Stücke gebrochen. So findet das Schälen statt, denn anschliessend werden die leichten Schalen durch Luftströme weggeblasen und der gebrauchbare Kakao weiterverarbeitet. Als nächster Arbeitsschritt folgt nämlich das Zermahlen der Kakaostückchen. Bei diesem Prozess wird die Kakaobutter vom Innern der Bohne ausgesetzt. Weil dieser Schritt unter sehr hohen Temperaturen stattfindet, schmilzt die Butter und tritt dann aus den vielen Poren heraus. Die Kakaobutter verbindet sich mit den Einzelteilchen der Bohne und bildet eine Hülle. Mit der Zeit verändern sich die Bruchstücke in eine dickflüssige Masse. Je nach Schokoladenhersteller werden verschiedene weitere Zutaten zur Kakaomasse beigegeben. Schokolade enthält meist Milchpulver… nun könnte man auch den Weg des Milchpulvers und der anderen Zutaten zurückgehen, da sie auch ein Teil der Schokolade sind! Nun wird die Masse mit riesigen Maschinen weiterverarbeitet. Es geht über vermischen, walzen, nochmals rühren und erhitzen. Um diese Arbeitsschritte zu verarbeiten haben Menschen Maschinen erschaffen. Auch diese haben hergestellt werden müssen! Durch das mehrere Stunden erhitzen und Rühren der Masse strömt nun das Fett aus den Spalten heraus und verteilt sich und verteilt sich grossflächig. So entsteht eine cremige flüssige Masse. Damit der Feuchtigkeitsgehalt der Schokoladenmasse sinkt, wird ihr Wasser entzogen. Mit Hilfe von Maschinen wird die Schokoladenmasse in die bekannten Schokoladentafelformen gegossen, abgekühlt und verpackt. Auch hier… woher kommt überhaupt die schöne Verpackung der Schokolade. Ist man sich immer bewusst, dass alles hergestellt werden muss?
Wenn die Schokolade transportierbereit ist, wird sie an verschiedene Destinationen gefahren. Geschäftsangestellte verrichten noch den letzten Arbeitsschritt für uns und stellen die fixfertige Schokolade in die Regale der Einkaufsläden. Den Rest der Arbeit verrichten wir, nur ist unser Teil der Arbeit meist ein Vergnügen.


Was bedeutet dies nun für mich?
Durch das Sammeln von Informationen zu diesem Thema und durch das Schreiben dieses Textes wurde ich mir bewusst wie viel Arbeit in jedem Nahrungsmittel steckt. Oft sind wir zu wenig dankbar und sehen nicht, welch eine Mühe hinter all diesen Produkten steckt. Und oft bin ich so „egoistisch“ und kaufe mir die billigste Schokolade. Doch nun überlege ich mir auch ein bisschen mehr bevor ich die billigsten Produkte kaufe. Wohin fliesst überhaupt das Geld? Geht es bei der Schokolade auch an diese Leute die mühsam die Kakaobohnen ernten? Kann ich auch meinen Teil dazu beitragen, dass diese Arbeit mehr geschätzt wird? Es wurde mir bewusster wie viele Arbeitsschritte überhaupt nötig sind, nur für einen Tafel Schokolade.


Nicole Lg06De

Donnerstag, 5. März 2009

Was wäre das Leben ohne Schokolade

Wie wir alles wissen, wachs die leckere Schokolade nicht als Tafel in den Kellergebäuden der Migros oder Coop. Nein – ihr Weg beginnt in den warmen und feuchten Gebieten der Tropen. Dort wird die Kakaofrucht auf Plantagen von Kakaobauern angepflanzt. Sind die Früchte dann reif werden sie geerntet und müssen von Hand aufgeschlagen werden. Ganze sieben Tage müssen die Kakaobohnen trocknen und von den Bauern umgedreht werden bis sie zum Weitertransport bereit sind.

Über das Schicksal des Kakaos wird an den Börsen entschieden. Im Ausland wird er in Säcke verpackt und zum Nächsten Hafen gebracht. Schiffe bringen so die noch nicht verarbeiteten Kakaobohnen zu uns in die Schweiz. Natürlich braucht es auch Autos die die Säcke vom Hafen bis in die Fabriken fahren. Dort werden die Bohnen zuerst einmal geröstet. Nach dem Rösten werden die Kakaobohnen gebrochen. Feinsäuberlich werden Schalen und Kernbruch voneinander getrennt. Für die Schalen findet gelegentlich die Tierfutterindustrie Verwendung. Der Kernbruch jedoch kommt in eine Kakaomühle und wird dort gemahlen, dann folgen weitere Schritte die maschinell durchgeführt werden.

Die Herstellung der Schokoladenmasse spielt sich nahezu im Verborgenen ab. Zu sehen sind hauptsächlich große metallverkleidete Anlagen, in deren Innenleben sich der Prozess der Schokoladenherstellung abspielt. Doch bedienen sich die tollen verkleideten Schokoladen-herstell-Maschinen nicht von alleine, dafür braucht es Menschen die die Vorgänge überwachen und koordinieren.

Ist die Schokolade fertig, wird sie per Lastwagen in die Grossen Wahrenhäuser geliefert, wo nette Angestellte die Schokolade in die Regale packen, wo ich sie dann Rausnehmen kann.

Wer hätte gedacht: Ohne Kakao, keine Kakaobauern – ohne Kakaobauern keine Kakaoplantage – ohne Kakaoplantage keine Bohnen – ohne Bohnen keine Säcke – ohne Säcke keine Schiffe die Kakao bringen – ohne Schiffe die Kakao bringen, keine Schokoladen Fabrik – ohne Schokolade Fabrik mit Angestellten, keine Lastwagen die Schokoladen in Wahrenhäuser bringen – ohne Schokolade im Wahrenhaus nicht zum einräumen für die Angestellten – Wo nicht eingeräumt wird kann ich auch nichts rausholen – Das würde heissen: KEINE SCHOKOLADE….

Vernetzungen entdecken - unser Wasser-

Der genüssliche Tee zur Morgenstunde

Hahnen auf und klares Trinkwasser erfrischt uns, es steht bereit für die tägliche Körperhygiene, zum Kochen, zum Trinken und Geniessen. Gutes Wasser ist Grundlage für unsere Kultur. Wasser fast schon selbstverständlich und doch unbekannt.
Was würden wir ohne Wasser tun? Der Mensch kann zwar einige Wochen ohne Nahrung auskommen, aber ohne Wasser übersteht er kaum drei Tage. Doch wie genau kommt das saubere Wasser in den Hahnen, welchen Weg muss es gehen und wer ist alles daran beteiligt?
Ich gehe zurück zur Eiszeit. Ende der Eiszeit haben Flüsse und Bäche grosse Gebiete mit Kies und Sand aufgefüllt und damit die heutigen Grundwasserleiter geschaffen. Das Grundwasser wird hauptsächlich durch Niederschlag gespeist, teilweise dringt Wasser auch aus Flussbeten in den Untergrund. Das Wasser sickert ab. Ein Fünftel der Schweizer Wasserreserven liegt verborgen im Untergrund. Die Eigenschaften des Wassers hängen unter anderem vom Gestein ab, durch das es geflossen ist.
Unser Trinkwasser ist eine lebenswichtige Grundlage, welchem aber einige Gefahren gegenüber stehen, wie landwirtschaftliche Aktivitäten, welche Über verschiedene Prozesse wie Versickerung, Auswaschung, Erosion, Abschwemmung schädliche Stoffe ins Gewässer lassen und damit die Qualität beeinflussen. Zudem schmelzen die Gletscher durch die ständige Klimaerwärmung immer mehr und mehr, was unser Trinkwasser auch in Frage stellt.

Wasser wird uns nicht einfach so geschenkt und kann angebaut werden. Wir müssen wissen, dass damit die ganze Schweiz versorgt werden muss. Unglaublich rund 160 Liter Trinkwasser verbraucht jede Person in der Schweiz pro Tag. 80% des Trinkwassers wird aus Grundwasser gewonnen, der Rest aus Seewasser.
Damit unser Wasser auch sauber genutzt werden kann, sind die Wasserversorgungen verpflichtet, zu sorgen, dass das Wasser, das sie abgeben, in chemischer und in hygienischer Sicht den gesetzlichen Anforderungen genügt. Es werden ständig Wasserproben im Reservoir und im Trinkwassernetz entnommen. Die kantonalen Inspektoren machen zudem regelmässig Stichproben. Gutes Wasser ist farb- und geruchlos und weist einen guten Geschmack auf.
Ist das Wasser geprüft, wird es durch die Kanalisationen weitergeleitet und gelangt so in unseren Haushalt.

Wir sollten diesen Schatz, das Wasser viel mehr schätzen, denn es ist Lebensraum für Tiere, Wohnraum für Menschen und Standort der Industrie und Landwirtschaft.

Mittwoch, 4. März 2009

Liebe Studierende,
ich freue mich auch an Ihrer Blogdiskussion zu beteiligen. Ihre engagierten, mit zahlreichen persönlichen Erfahrungen, Fakten und Tagesaktualitäten gefüllten Posts lesen sich sehr spannend.

Sie haben beim Fussabdruckauftrag festgestellt – und mir erging es da ganz ähnlich wie Ihnen – dass schon viele ganz kleine Schritte möglich sind, Energie und Ressourcen zu sparen. Oft ist uns gar nicht bewusst, wo wir unnötig Energie verbrauchen... schauen Sie doch nochmals auf die Klima-commitment Seite, da finden Sie weitere zahlreiche Vorschläge, die ganz unscheinbar sind und doch viel bewirken.

Ich schliesse mich Frau Keller an und habe mir bei meinem Kaffee aus der Nespressomaschine folgende Gedanken gemacht:
Mittlerweile gibt’s praktisch keine normalen Pulver-Kolbenmaschinen mehr auf dem Markt. Nespresso mit seinen Kapselmaschinen wird wohl der grosse Gewinner um Kaffemaschinenkunden sein. Die Firma wirbt zwar damit, die Kapseln zu trennen (Alu wird wiederverwertet, Kaffepulver zur Dünung verwendet) – nur, Recycling alleine reicht nicht. In diesem Fall wäre wohl Vermeidung die bessere Möglichkeit, da die Herstellung der Kapseln ja schliesslich wiederum sehr viel Energie benötigt und somit Abfall (CO2 usw.) ausgestossen wird. Letztes Jahr verkaufte Nespresso anscheinend 3 Milliarden Kaffeekapseln. Man rechnet mit 2500 Tonnen Aluminium der im Müll landete, weil die Kapseln von vielen Konsumenten nicht fachgerecht entsorgt werden... Luxusmüll also!

Bis zum nächsten Mal, freundliche Grüsse, Michael Zahner

Dienstag, 3. März 2009

Der Weg des Mastro Lorenzo

Bisher habe ich mir noch nie überlegt, welchen Weg mein Wachmacher zurücklegt, bis er fixfertig in meiner Tasse landet.
Der Rohkaffee kommt aus tropischen Anbaugebieten, in diesem Fall ist dies vor allem Kolumbien und Brasilien. Dort werden die Bohnen von Arbeitern von Hand geerntet und aufbereitet. Schlussendlich werden sie noch gesiebt, sortiert und in Säcke verpackt, bevor sie weltweit in Kaffeeröstereine verschifft werden.
In der Mastro Lorenzo Rösterei werden die Bohnen von Angestellten geröstet und gemahlen und verpackt. Damit man ihn in beim Detailhändler jederzeit kaufen kann, muss die ganze Logistik gut abgestimmt sein, wofür natürlich auch wieder Leute zuständig sind. Für die Auslieferung werden die Kartons auf Paletten gestapelt und durch Folierung gesichert, sowohl diese Arbeit, als auch der Transport erfordert weitere Arbeitskräfte.
Beim Detailhändler angelangt, muss das ganze wieder ausgepackt und ins Lager gebracht werden. Von dort gelangt der Kaffee durch die Angestellten in die Verkaufshalle. Von dort landet er im Einkaufswagen meiner Mutter und muss bei der Kassierin noch bezahlt werden, bis er dann zu Hause in unserer Kaffemaschine landet.

Hier sind die wichtigsten, bzw. offensichtlichsten Personen aufgelistet, die etwas dazu beitragen, dass ich morgens meinen Kaffee trinken kann. Sicherlich ist dies nur ein kleiner Kreis, der noch viel weiter und detaillierter gezogen werden könnte.
In direkter Beziehung sind wir, also meine Familie, nur mit der Kassierin oder eventuell noch einer Verkäuferin, die uns berät. Mein Beitrag zu diesem Prozess ist eigentlich nur der Kaufspreis, der all diese Leute für ihre Arbeit entgilt, wenn zum Teil auch nur gering.

Katharina Keller, LG06D/e