Donnerstag, 12. März 2009

Die lieben Leute im Zug...

Achtsam wahrnehmen, achtsam werden

Achtsam werden, achtsam leben manchmal ganz schön schwierig, sich das mehrmals im Tage bewusst zu sein. Um uns herum geschehen unendlich viele Dinge, einige nehmen wir auf und anderen schwirren an uns ahnungslos vorbei. Unser Gehirn ist ständig am Arbeiten, oft nehmen wir dies nicht wahr und es geschieht unbewusst.
Der Begriff der Achtsamkeit wird heute nicht nur mit Religiosität in Verbindung gebracht sondern auch mit Gesundheit, Lebensqualität und ganzheitlicher Entwicklung. Man wird sich für einen Augenblick bewusst und lernt das Leben in seiner Fülle zu schätzen ohne dabei zu urteilen. Einen Moment lang nichts tun und achtsam auf das musizieren der Vögel am Morgen hören, oder der Hektik der Menschen zu folgen?
In dieser Woche habe ich mir einen Post-it Zettel an die Haustüre geklebt. Jedes Mal wenn ich zur Schule gegangen bin oder von der Schule nach Hause gekommen bin, habe ich die Notiz wieder entdeckt. Ich habe diese Woche mal genauer auf die Menschen in meiner Umgebung und auf mein selber Verhalten geachtet. Damit meine ich vor allem die Achtsamkeit auf die Menschen, welche auch am Morgen im Zug sassen und die Zeit, die ich zu Hause alleine verbrachte. Es ist nicht das erste mal, dass ich Menschen um mich herum beobachte, doch diese Woche habe ich mich noch etwas stärker damit vertieft. Gerade am Morgen im Zug braucht es nicht viel um die Menschen in ihrem Tun zu begutachten. Viele von ihnen waren gestresst und liessen sich von einem Gegenstand, wie z.B. dem Handy, dem Buch oder dem MP3 Player unterhalten. Teils Menschen waren aber auch noch am schlafen und andere schon fleissig im Gespräch. Wie wir doch so unterschiedlich sind, spannend die ganze Sache.
Selber habe ich auch gemerkt, dass man sich kaum Zeit für sich nimmt, wenn man in einen Stress verwickelt ist. Dort noch was lesen, da einen Termin einhalten und und und…Diese Woche habe ich mir dann auch einige Male einen Stopp gesetzt und genoss dann die Zeit um abzuschalten und Dingen nachzugehen, die für mich als Erholung galten.
Sich der Achtsamkeit immer wieder bewusst zu werden, ist keine Gabe, sondern eine Kunst, die erlernt werden kann.

4 Kommentare:

  1. hallo Sabrina

    Du hast es meiner Meinung nach voll auf den Punkt gebracht. Es ist unglaublich wie viele Dinge unbewusst ablaufen und alltäglich werden. Die vielen Geschäftsleute, welche 100tausend Sachen gleichzeitig machen (trinken, essen, telefonieren, Zeitung lesen etc)!! Aus diesem Trott heraus zu kommen bräuchte vielleicht nicht mal viel, doch jeder meint nur: jaja, aber es geht halt nicht anders und dann kommt der Herzinfarkt...

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  2. Stimmt, es ist schwierig sich in der heutigen Zeit bewusst zu machen, achtsamer durchs Leben zu gehen. Ich denke, dass dies die wenigsten Menschen tun. Ständig hört man von „dauernd unter Stress sein“ und „keine Zeit“. Ebenfalls wird viel gejammert, man brauche Ferien. Dabei braucht es nicht mal soviel. Es genügt sich ein wenig Zeit zu nehmen, um sich zu erholen und auf die Signale des Körpers zu hören, bevor man total dem Stress verfällt. Auch im Hinblick auf das achtsame Wahrnehmen von Mitmenschen und Umwelt könnten manche die Kunst der Achtsamkeit erlernen.

    Flavia Dagostin, LG06De

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  3. Ich mag deinen letzten Satz "Achtsamkeit ist keine Gabe, sondern eine Kunst die erlernt werden kann". Denn ich bin davon überzeugt, dass es genau so ist. So viele Dinge geschehen ohne das wir es merken und wir verpassen sie einfach ohne zu erkennen, was uns entgangen ist. Irgendwie traurig. Denkt man nur daran wie viele Dinge wird gleichzeitig machen nur um Zeit zu sparen. Essen, lesen, Radio hören. Und dann... weiss man noch wie köstlich das essen war, was in der Zeitung stand, oder welcher Song gerade im Radio lief?

    Wie du sagst, ich denke es ist wichtig, sich auch einmal Zeit für sich zu nehmen. So achtet man sich selbst und tut sich etwas Gutes. Ich Glaube Achtsam zu sein beginnt zuerst bei einem selbst.

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  4. Mir geht es genau gleich. Eine Situation, in der ich mich immer wieder vorfinde ist während dem Autofahren. Ich bin in Gedanken versunken und auf einmal bin ich am Ziel, oder ich stehe vor einer Ampel und bemerke auf einmal, dass ich mit meinem Kopf völlig anderswo war. Spannend dabei ist, dass ich trotzdem eine Strecke gefahren bin, ohne mich daran zu erinnern und es bewusst wahrgenommen zu haben.

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