Dienstag, 3. März 2009

Der Weg des Mastro Lorenzo

Bisher habe ich mir noch nie überlegt, welchen Weg mein Wachmacher zurücklegt, bis er fixfertig in meiner Tasse landet.
Der Rohkaffee kommt aus tropischen Anbaugebieten, in diesem Fall ist dies vor allem Kolumbien und Brasilien. Dort werden die Bohnen von Arbeitern von Hand geerntet und aufbereitet. Schlussendlich werden sie noch gesiebt, sortiert und in Säcke verpackt, bevor sie weltweit in Kaffeeröstereine verschifft werden.
In der Mastro Lorenzo Rösterei werden die Bohnen von Angestellten geröstet und gemahlen und verpackt. Damit man ihn in beim Detailhändler jederzeit kaufen kann, muss die ganze Logistik gut abgestimmt sein, wofür natürlich auch wieder Leute zuständig sind. Für die Auslieferung werden die Kartons auf Paletten gestapelt und durch Folierung gesichert, sowohl diese Arbeit, als auch der Transport erfordert weitere Arbeitskräfte.
Beim Detailhändler angelangt, muss das ganze wieder ausgepackt und ins Lager gebracht werden. Von dort gelangt der Kaffee durch die Angestellten in die Verkaufshalle. Von dort landet er im Einkaufswagen meiner Mutter und muss bei der Kassierin noch bezahlt werden, bis er dann zu Hause in unserer Kaffemaschine landet.

Hier sind die wichtigsten, bzw. offensichtlichsten Personen aufgelistet, die etwas dazu beitragen, dass ich morgens meinen Kaffee trinken kann. Sicherlich ist dies nur ein kleiner Kreis, der noch viel weiter und detaillierter gezogen werden könnte.
In direkter Beziehung sind wir, also meine Familie, nur mit der Kassierin oder eventuell noch einer Verkäuferin, die uns berät. Mein Beitrag zu diesem Prozess ist eigentlich nur der Kaufspreis, der all diese Leute für ihre Arbeit entgilt, wenn zum Teil auch nur gering.

Katharina Keller, LG06D/e

4 Kommentare:

  1. Mir ist auch aufgefallen, dass man den ganzen Weg immer noch weiter zurückverfolgen könnte. Zum Beispiel könnte man noch sagen, das Papier, welches evt. beim Verpacken gebraucht wird, stammt von den Bäumen, und so weiter. Doch ich denke es ist schon wertvoll, sich wieder einmal in Erinnerung zu rufen, wie viele Menschen nun eigentlich mithelfen, dass wir unseren Lebensstandard beibehalten können. Das gerät sehr schnell in Vergessenheit!

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  2. Ich denke, ich sollte deinen Beitrag mal meiner Mutter zeigen. Denn sie trinkt recht viel Kaffee und soweit ich weiss, hat sie sich noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht, wer alles verantwortlich ist, dass sie ihre Tassen Kaffee bekommt.
    Auch wenn nicht alle Beteiligten in deinem Bericht genannt werden, ist es doch beeindruckend wie viele unterschiedlche Personen an der Kaffeeproduktion beteiligt sind. Von den kleinen Arbeitern bis zu den grossen Bossen müssen dies doch sicher hunderte von Personen sein. Eine Tasse Kaffee macht also nicht nur dich am Morgen glücklich.

    Vetsch Daniela LG06De

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  3. Es ist enorm welche Kreise das Ganze noch ziehen würde. Ich habe mir das bei meinem Produkt auch überlegt. Es sind wirklich viele Hände im Spiel bis das fertige Produkt in unserer Hans ist. Doch die Überlegung sich den Ganzen Weg einmal vor Augen zu halten ist spannend und zu gleich ernüchternd. Weil man ja auch weiss, wie manche Menschen, die für das Produkt arbeiten behandelt werden.

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  4. Ich trinke zwar keinen Kaffee, aber es ist enorm, welchen Weg der Kaffee zurücklegen muss und wie viele Menschen an dessen Herstellung mitarbeiten. Viel bleibt da wahrscheinlich nicht mehr übrig für die Kleinbauern in Brasilien. Ich finde es jedoch gut, wenn man sich dies bewusst ist, wenn man Kaffee trinkt, und dass dieser nicht so selbstverständlich ist.

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