Freitag, 13. März 2009

Friedliche Natur versus stressvoller Alltag

Als ich am Donnerstagmorgen aus dem Fenster blickte, sah ich, wie zwei Elstern mit einer Krähe stritten. Sie flatterten von einem Baum zum nächsten und lieferten sich wilde Verfolgungjagten. Schlussendlich gelang es den Elstern, die viel grössere Krähe in die Flucht zu schlagen.
Ich schmuntzelte und machte mich auf den Weg in die Schule. Um dorthinzugelangen, muss ich zu Fuss zur Bushaltestelle gehen. Ich stand nun an dieser Bushaltestelle und wartete und wartete. Ich schaute immer nervöser auf die Uhr, denn ich hatte keine Lust, meinen Zug zu verpassen. Als dann endlich der Bus ankam zwängten sich alle Schüler in den viel zu kleinen Bus.
Ich ärgerte mich darüber, dass die Schüler viel zu laut waren, dass ich im Bus hin und her geschaukelt wurde und mich gut festhalten musste. Der Buschauffeur machte überhaupt keine Anstalten, die verlorene Zeit wieder aufzuholen und fuhr aus mir unverständlichen Gründen noch einen Umweg, sodass ich den Zug wirklich um ein Haar verpasste.
Im Zug angelangt überlegte ich mir, weshalb wir in der heutigen Zeit immer so gestresst sind. Weshalb habe ich mich geärgert über die Verspätung? Weshalb wurde ich immer nervöser,als ich auf die Uhr schaute?
Ich dachte wieder an die Szene am Morgen und wie schön der Aublick aus meinem Zimmer doch ist. Ich kann auf die verschneiten Berge und den hohen Kasten blicken. Ich sehe auf unseren riesigen Garten und im Sommer kann ich sogar mein Pflegepferd beobachten, wie es genüsslich Gras frisst. Ich überlegte mir, wie das Leben doch wäre ohne Stress und Verpflichtungen. Besser? schöner? spannender? friedlicher? Hmm... die Elstern und die Krähe haben mir aber heute Morgen auch bewiesen, dass es selbst in der Natur Stress und Konflikte gibt.

2 Kommentare:

  1. Über solche Dinge, über die du dir Gedanken gemacht hast, denke ich oft nach in meinem Leben. Es ist irgendwie traurig wie wir gestresst in unserem Leben umher rennen. Man ist ständig unter Druck und muss noch dies und das erledigen. Im Studium und im Beruf möchte man den Anforderungen entsprechen und gibt alles dafür, andere Personen und die ZEIT nicht zu enttäuschen. Klar gibt es auch in der Natur Kampf aber trotzdem ist der Stress ein anderer. Die Tiere kämpfen um Nahrung und Nester, die sie zum Überleben brauchen. Wir kämpfen aber öfters um einen Status in der Gesellschaft und um Luxus.
    Wie oft habe ich schon gedacht, wie friedlich es sein könnte, wenn nicht ständig ein Machtkampf um alle und alles wäre? Wir zerstören die Welt mit der vergessenen Achtsamkeit…

    AntwortenLöschen
  2. Ich glaube langsam auch, dass auch die Natur teilweise auf Stress aufgebaut ist. Nur kommt mir mein Stress zum Teil etwas unnatürlich vor. Dabei muss ich mir vielfach sagen, dass man sich Stress einfach selbst macht. Leider nicht immer, sonst wäre das Leben ja zu schön (und zu locker?)

    AntwortenLöschen