Mittwoch, 18. März 2009

Die Faszination der Natur und meine Beziehung dazu

Was löst dieses bewusste Wahrnehmen von Natur in mir aus?
Jedes Mal wenn ich die Natur geniesse und die Zeit draussen verbringe, egal ob es regnet oder die Sonne scheint, kommen mir immer sehr viele Kindheitserinnerungen hoch. Ich erinnere mich an Dinge, die wir in der Familie oftmals gemeinsam in der Natur auf Wanderungen oder auf Spaziergängen etc. erlebt haben.
Doch nebst all dem schwirren in solchen Momenten auch ganz viele Fragen in meinem Kopf umher, Fragen, die sehr komplex, teils auch beängstigend sind und die ich kaum beantworten kann. Wie sieht es mit unserer Natur in 20 Jahren aus, gibt es den Frühling noch? Wachsen immer noch dieselben Blumen und erwachen immer noch dieselben Tiere aus ihrem Winterschlaf? … Fragen, die mich zögern lassen…

Was bedeutet es mir, dass ich Teil dieser grossen Natur bin?
Teil dieser grossen Natur zu sein, bedeutet mir sehr viel. Als ich diese Stunde im Freien verbrachte, fühlte ich mich wohl und geborgen, ich konnte den Kopf auslüften und für eine Stunde den ganzen Alltagsstress vergessen. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass auch ich als kleiner „Wurm“ grosses dazu beitragen kann, die Natur in ihrer Schönheit erhalten zu lassen. Für mich ist es wichtig nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben.

Fühle ich mich überhaupt mit ihr verbunden?
Während dieser Stunde draussen in der Natur fühlte ich mich von Zeit zu Zeit immer mehr dazugehörig. Ich wusste, dass es mit Lärm und Respektlosigkeit keinen Sinn hätte sich in der Natur aufzuhalten, deshalb passte ich mich an, wurde ganz leise und lauschte vorsichtig den verschiedenen Geräuschen. Die Geräusche erschienen mir einzigartig schön und ein warmes Gefühl kam in mir auf.

Hat mein Handeln für eine nachhaltige Zukunft auch mit diesem Naturbezug zu tun?
Mein Handeln für eine nachhaltige Zukunft hat allerdings mit diesem Naturbezug zu tun. Während dieser Stunde wurde mir wieder einmal mehr bewusst, wie schön wir es haben, wie sauber und gepflegt alles ist und was wir als Menschen dazu beitragen können um nachhaltig zu sein. Ich bin mir bewusst, dass wenn ich diese Schönheit der Natur auch in 20 Jahren noch so erleben will, dass ich und ganz viele andere Menschen jetzt und nicht erst in 20 Jahren handeln müssen.

1 Kommentar:

  1. Auf solche Gedanken bin ich gar nicht gekommen. Eigentlich sollte man es sich doch durch den Kopf gehen lassen. Am Wochenende sehe ich immer sehr viele Menschen, die ihre Freizeit in der Natur verbringen. Nachdem ich deinen Blog gelesen habe, frage ich mich, ob sie die Natur als selbstverständlich erachten oder sie sich bewusst sind, dass diese in einigen Jahren evtl. gar nicht mehr da ist. Schätzen sie die Natur oder nicht? Ich denke man sollte nehmen (nur so viel wie nötig) und geben. Also die Natur als Erholungsgebiet schätzen und auch geniessen, aber ihr dafür auch Gutes tun. Kurz gesagt, genau das, was du im letzten Satz schreibst.

    Flavia Dagostin, LG06De

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